Raus aus der Komfortzone: Der Deutsch-LK der Q2 trainiert Präsentationskompetenz
Wie wirke ich auf andere? Was kann ich mit meiner Stimme erreichen? Welche Rolle spielt meine Körperhaltung beim Präsentieren? Und wie gehe ich mit Lampenfieber um?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigte sich der Deutsch-LK der Q2 in einem 90-minütigen Workshop „Pimp Your Presentation“ mit Sebastian Narhofer aus der Theaterpädagogik.
Der Workshop war bewusst sehr praxisorientiert gestaltet. Statt über Präsentationskompetenz nur zu sprechen, konnten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Übungen unmittelbar ausprobieren und dabei ihre eigene Wirkung erfahren. Im Mittelpunkt standen unter anderem Körpersprache, Stimme, Blickkontakt, Präsenz und der Umgang mit Nervosität.
Dabei ging es auch darum, die eigene Komfortzone zu verlassen. Die Schülerinnen und Schüler mussten sich auf ungewohnte Situationen einlassen, verschiedene Haltungen und Ausdrucksformen ausprobieren und sich gegenseitig Rückmeldung geben. Besonders eindrücklich war eine Übung, bei der sie für ein Feedback bewusst genau die Körperhaltung einnehmen sollten, die ihnen zum Beispiel während einer Präsentation nicht gefällt. Die Haltung diente anschließend als Ausgangspunkt für die Reflexion und das gegenseitige Feedback: Wie wirke ich eigentlich auf andere – und was möchte ich an meiner Präsentationsweise verändern?
Dass Theaterpädagogik dabei durchaus ungewöhnliche Wege geht, zeigte sich spätestens bei einer weiteren Übung: Warum die Schülerinnen und Schüler vor einer Präsentation fünf Minuten lang einen Stift quer im Mund halten sollten, bleibt vermutlich eines der kleinen Geheimnisse dieses Workshops. Die Wirkung und den Sinn dahinter können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedenfalls am besten selbst erklären.
Beim abschließenden Feedback zeigte sich deutlich, dass sich die aktive und spielerische Gestaltung gelohnt hatte: Der gesamte Kurs hatte viel Spaß und die Rückmeldungen zum Workshop waren durchweg positiv. Viele Schülerinnen und Schüler hatten sich auf Übungen eingelassen, die zunächst ungewohnt waren, und dabei erlebt, dass überzeugendes Auftreten nicht nur eine Frage des Inhalts ist. Auch Haltung, Stimme, Präsenz und die eigene Sicherheit spielen eine entscheidende Rolle.
Damit bot der Workshop nicht nur eine willkommene Abwechslung zum regulären Unterricht, sondern stärkte zugleich Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler der Q2 immer wieder benötigen werden – bei Präsentationen und Referaten ebenso wie mit Blick auf mündliche Prüfungssituationen und das Abitur.
Ein herzlicher Dank gilt Sebastian Narhofer für die abwechslungsreiche, aktive und ermutigende Gestaltung des Workshops. Der Kurs hat dabei nicht nur einiges über das Präsentieren gelernt, sondern vor allem erfahren, dass es sich lohnen kann, die eigene Komfortzone zu verlassen und über sich hinauszuwachsen.