Mein Erasmus + Praktikum in Stockholm
Im Rahmen des Betriebspraktikums in der EF durfte ich Ende Januar zwei Wochen in Stockholm verbringen. Dort arbeitete ich in der Finanzabteilung eines großen Unternehmens und lebte in einer schwedischen Gastfamilie – ein sehr spannendes und lehrreiches Erlebnis!
Das Praktikum selbst war eine großartige Erfahrung:
Das Team in meinem Büro war unheimlich freundlich und hat mich sofort herzlich aufgenommen, als wäre ich ein „normaler“ Mitarbeiter.
Ich hatte das große Glück, dass für mich ein individueller Lernplan entwickelt wurde. In zahlreichen Einzelmeetings mit verschiedenen Mitarbeitern wurden mir die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre erklärt. Dadurch durfte ich in den zwei Wochen unheimlich viel Neues lernen, was mir sehr viel Spaß bereitet hat.
Da das Team in meinem Büro aus Mitarbeitern verschiedener Nationen bestand, war die Arbeitssprache Englisch. So gab es für mich keine sprachlichen Probleme, obwohl ich kein Schwedisch spreche.
Ich erhielt die Aufgabe, eine Finanzvorhersage für ein fiktives Unternehmen mit Hilfe von Excel zu entwickeln.
Eine Finanzvorhersage beinhaltet auf Grundlage verschiedener Faktoren (wie z.B. Einkaufspreis, Verkaufspreis, Fixkosten und Inflation) die zu erwartenden Umsätze und Gewinne für die nächsten Geschäftsjahre.
Außerdem habe ich mithilfe eines KI-Tools eine Website für die Berechnung solcher Finanzvorhersagen erstellt. Diese ermöglicht es Unternehmern nach Eingabe diverser Variablen eine individuelle Finanzvorhersage zu erhalten.
Meine Ergebnisse habe ich in den letzten Tagen zwei Mal in einer Präsentation der Führungsebene des Unternehmens vorgestellt.
Der Alltag in Schweden und in meiner Gastfamilie war auch sehr interessant und schön. Generell ist der Alltag in Schweden ähnlich wie in Deutschland. Jedoch sind die Menschen oft freundlicher und das gegenseitige Vertrauen ist höher als in Deutschland. Fast jeder hält dem anderen in der Öffentlichkeit die Tür auf. Zudem lassen viele ihre Rucksäcke mit Wertsachen einfach in der Stadt auf einer Bank liegen, während sie zum Beispiel etwas entfernt davon eislaufen. Auch in der U-Bahn nimmt niemand aus Angst vor Taschendieben seinen Rucksack vom Rücken. Außerdem ist Stockholm an sich eine sehr attraktive Stadt mit vielen alten Gebäuden und Freizeitangeboten.
Ich wohnte bei einer Familie in einem Stadtteil südlich in Stockholm. Die Familie nahm mich sehr lieb auf und wir hatten die zwei Wochen wirklich sehr viel Spaß miteinander und werden uns sicherlich wiedersehen. Überhaupt kann ich mir sehr gut vorstellen, später zum Beispiel ein Auslandssemester in Stockholm zu absolvieren oder auch in das Unternehmen meines Praktikums zurückzukehren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich dank Erasmus + eine super tolle Zeit in Stockholm erleben durfte, die mir sehr viele wichtige Eindrücke im Hinblick meiner Vorstellungen für meine (berufliche) Zukunft ermöglichte und mir viele neue Freunde schenkte!
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