Ein Praktikum in Finnland – Wie Erasmus+ mir neue Perspektiven eröffnet hat
Während der EF hatte ich die Möglichkeit, ein zweiwöchiges Auslandspraktikum in Finnland zu machen. Unterstützt durch Frau Schnoor (herzlichen Dank!) und das Erasmus+-Programm konnte ich an der Aalto-Universität in Helsinki im Bereich Design und Nachhaltigkeit mitarbeiten – eine Erfahrung, die meine Erwartungen deutlich übertroffen hat.
Mein Praktikum fand im Department of Seaweed statt, wo sich alles um Biodesign und nachhaltige Materialien drehte. Dort habe ich unter anderem an der Vorbereitung von Skulpturen aus Biomaterialien mitgearbeitet und gelernt, wie eng Design, Wissenschaft und Umweltbewusstsein miteinander verbunden sein können. Unter anderem durfte ich bei der Vorbereitung von Skulpturen aus Biomaterialien mithelfen und verschiedene kreative Arbeitsprozesse kennenlernen. Besonders spannend war für mich, dass mit Materialien wie Algen oder Holz gearbeitet wird, die in Zukunft eine nachhaltige Alternative zu vielen heute verwendeten Stoffen sein können.
Neben der praktischen Arbeit habe ich auch den Forschungsalltag an einer internationalen Universität kennengelernt. Ein echtes Highlight war die Führung durch das Chemielabor der Aalto-Universität, bei der ich sehen konnte, woran aktuell geforscht wird und welche Möglichkeiten Biomaterialien bieten. Ich durfte sogar eigene Algenpräparate herstellen.
In der zweiten Woche nahm ich außerdem an einem Vortrag teil und verfolgte die Podiumsdiskussion u.a. mit Fr. Prof. Julia Lohmann und Maurizio Montalti, der mir neue Perspektiven für meine berufliche Zukunft eröffnet hat. Dabei ging es um die Verbindung von Architektur und Natur, insbesondere um die Nutzung von Pilzmyzel als nachhaltigem Baustoff.
Zusätzlich besuchte ich die Ausstellung Laboratory of Hope, die von der Frau des finnischen Präsidenten eröffnet wurde. Dort wurde eindrucksvoll gezeigt, wie Design und Forschung zusammenwirken können, um Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln.
Auch außerhalb des Praktikums war der Aufenthalt etwas ganz Besonderes: Spaziergänge auf dem zugefrorenen Meer, Temperaturen von bis zu –20 Grad, Sauna-Besuche mit Eisbaden und die offene, freundliche Atmosphäre vor Ort haben den Aufenthalt unvergesslich gemacht.
Das Auslandspraktikum hat mir nicht nur fachlich, sondern auch persönlich viel gebracht. Ich habe gelernt, selbstständiger zu arbeiten, neue Perspektiven einzunehmen und mich auf unbekannte Situationen einzulassen. Für mich steht fest: Erasmus+ ist eine großartige Chance, den eigenen Horizont zu erweitern und erste Einblicke in mögliche Zukunftswege zu gewinnen.
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