Auslandspraktikum in Frankreich
Am Ende der Q1 durfte ich zwei Wochen vor den Sommerferien ein Auslandspraktikum in der kleinen französischen Stadt Saint-Omer, die eine Partnerstadt von Detmold ist, absolvieren. Mein Einsatzort war die Touristeninformation – für mich war das ein kleines Abenteuer!
Da ich kein Französisch spreche, war eine meiner größten Sorgen, ob ich mich überhaupt verständigen können. Zum Glück stellte sich das schnell als unbegründet heraus. Sowohl in meiner Gastfamilie als auch am Arbeitsplatz war die Kommunikation kein Problem. In der Touristeninformation kamen nämlich nicht nur Franzosen vorbei, sondern auch Briten, Niederländer, Deutsche und viele andere Nationalitäten. Daher konnten alle Mitarbeitenden gut Englisch sprechen, was mir sehr geholfen hat.
Ich habe versucht, so viel wie möglich über die Arbeit in der Touristeninformation zu lernen. Neben organisatorischen Aufgaben hatte ich auch viele Gespräche mit den Mitarbeitenden – über ihren nächsten Urlaub, anstehende Events, Wunschreiseziele und vieles mehr.
Natürlich hat man als Praktikantin nicht immer etwas zu tun. Wenn es besonders voll war, konnte ich aber auch einfach zusehen, und die Mitarbeitenden bemühten sich immer, mir Aufgaben zu geben.
Mein persönliches Highlight war eine Bootstour, die die Touristeninformation für mich an organisiert hat. Außerdem durfte ich mir einige Touristenattraktionen der Stadt anschauen.
Meine Arbeitszeiten gingen von 10:00 bis 17:30 Uhr, mit einer Mittagspause von anderthalb Stunden. Dadurch blieb tagsüber zwar nicht so viel Freizeit, aber nach der Arbeit habe ich oft noch Fahrradtouren unternommen oder einfach entspannt.
Am Wochenende haben eine Freundin und ich – sie machte ebenfalls ein Praktikum in Saint-Omer und wohnte mit mir zusammen in der Gastfamilie – die Gelegenheit genutzt, um nach Paris zu fahren. Das war ein schönes Erlebnis zur Halbzeit meines Auslandsaufenthalts.
Diese Zeit hat mir schöne Erinnerungen geschenkt. Ich fühle mich sicherer, Englisch zu sprechen und konnte einen unfassbar sozialen Berufszweig kennenlernen. Mein Selbstbewusstsein ist gestiegen, alleine in neue Länder zu reisen und deren Kulturen kennenzulernen, und ich habe mich ein bisschen erwachsener gefühlt, nachdem ich wieder zu Hause war. Ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ ist auf jeden Fall ein Erlebnis, dasman mitnehmen sollte!
Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.